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Bohrwerk Tischbohrwerk Spindeldurchmesser bis 90 mm

Produkt Inv. Nr. Hersteller Baujahr Parameter  
W 9

W 9

241843 TOS Varnsdorf 1975 Arbeitsspindeldurchmesser: 90 mm
X Weg: 1000 mm
Y Weg: 900 mm
Spindeldrehzahl: 0 - 1400 /min.
IKZ: nein
Spindelvorschub (W): 710 mm
H 63 A

H 63 A

261210 TOS Varnsdorf 1963 Arbeitsspindeldurchmesser: 63 mm
X Weg: 1050 mm
Y Weg: 610 mm
Spindeldrehzahl: 8 - 1400 /min.
IKZ: nein
Spindelvorschub (W): 560 mm
W 75

W 75

261173 TOS Varnsdorf 1996 Arbeitsspindeldurchmesser: 75 mm
X Weg: 1250 mm
Y Weg: 900 mm
Spindeldrehzahl: 18 - 1800 /min.
IKZ: nein
Spindelvorschub (W): 560 mm
DIXI 75

DIXI 75

251966 Dixi Arbeitsspindeldurchmesser: 75 mm
X Weg: 750 mm
Y Weg: 650 mm
Spindeldrehzahl: 0 - 2800 /min.
IKZ: nein
Spindelvorschub (W): mm
DIXI 60

DIXI 60

251578 Dixi Arbeitsspindeldurchmesser: 60 mm
X Weg: 580 mm
Y Weg: 500 mm
Spindeldrehzahl: 34 - 1400 /min.
IKZ: nein
Spindelvorschub (W): mm
W 75

W 75

241128 TOS Varnsdorf 1984 Arbeitsspindeldurchmesser: 75 mm
X Weg: 1250 mm
Spindelstockverfahrweg (Y): 900 mm
Z Weg: 1000 mm
Tischmaße: 950x950 mm
Spindelvorschub (W): 560 mm
WHN 9 B

WHN 9 B

251945 TOS Varnsdorf 1978 Arbeitsspindeldurchmesser: 90 mm
X Weg: 1250 mm
Y Weg: 90 mm
Spindeldrehzahl: 45 - 1120 /min.
IKZ: nein
Spindelvorschub (W): 680 mm
WH 63

WH 63

241329 TOS Varnsdorf Arbeitsspindeldurchmesser: 63 mm
X Weg: 1000 mm
Y Weg: 710 mm
Spindeldrehzahl: - /min.
IKZ: nein
Spindelvorschub (W): 560 mm
WFA 80

WFA 80

261211 DEFUM 1967 Arbeitsspindeldurchmesser: 80 mm
X Weg: 1250 mm
Y Weg: 850 mm
Spindeldrehzahl: 6 - 1400 /min.
IKZ: nein
Spindelvorschub (W): 700 mm
WH 63

WH 63

251151 TOS Varnsdorf 1980 Arbeitsspindeldurchmesser: 63 mm
X Weg: 1000 mm
Y Weg: 710 mm
Spindeldrehzahl: 18 - 1800 /min.
IKZ: nein
Spindelvorschub (W): 560 mm
WHN 9 B CNC

WHN 9 B CNC

261415 TOS Varnsdorf 1980 Steuerung Heidenhain : TNC 355
Arbeitsspindeldurchmesser: 90 mm
X Weg: 1250 mm
Y Weg: 900 mm
Spindeldrehzahl: 0 - 1120 /min.
IKZ: nein

Technische Analyse: Kinematik und dynamische Reaktion bei Spindeln bis 90 mm

Tisch-Waagerecht-Bohrwerke mit einem Spindeldurchmesser bis 90 mm (typischerweise Durchmesser 63, 80 oder 90 mm) stellen eine Maschinenkategorie dar, die für hohe Dynamik und Präzision bei mittelgroßen Werkstücken optimiert ist. Die geringere Masse des Spindelkastens und der Spindel ermöglicht höhere Beschleunigungen in den Achsen X, Y und Z, was die Nebenzeiten (Chip-to-Chip-Time) verkürzt. Bei Gebrauchtmaschinen in dieser Kategorie ist es entscheidend, den Zustand der Spindellagerung in Schrägkugellagersätzen zu überwachen, die den Rundlauf und die Steifigkeit beim Fräsen definieren.

Der Einsatz von Steuersystemen wie Heidenhain TNC 620 oder Fanuc 0i-MF bei diesen Maschinen ermöglicht die effiziente Nutzung von Zyklen für Interpolation und 3D-Bearbeitung. Dank der geringeren thermischen Trägheit der Spindel mit einem Durchmesser von 80–90 mm ist die Erreichung der Betriebstemperatur schneller, was die Ausschussrate in der ersten Stunde der Schicht minimiert. Die Stabilität des Spindelausfuhrs (W-Achse) wird bei diesen Modellen durch präzises Schleifen und Nitrieren gewährleistet, was kritisch für die Einhaltung von IT7-Toleranzen bei tiefen Bohrungen ist.

Strategischer Block: ROI und Fertigungsagilität im Bereich des mittleren Maschinenbaus

Die Anschaffung eines gebrauchten Bohrwerks mit einer Spindel bis 90 mm ist ein strategischer Schritt für Unternehmen, die maximale Universalität auf kleiner Stellfläche (Footprint) benötigen. Niedrigere Anschaffungskosten im Vergleich zu schweren Bohrwerken bedeuten einen schnelleren Break-even-Point, selbst bei Einschichtbetrieb. Diese Maschinen dienen oft als hocheffiziente Alternative zu vertikalen Bearbeitungszentren in Fällen, in denen eine Mehrseitenbearbeitung des Werkstücks in einer Aufspannung mittels Rundtisch erforderlich ist.

In Bezug auf den ROI bringen diese Maschinen Einsparungen im Bereich des Energiebedarfs. Geringere Leistungen der Hauptmotoren (oft im Bereich von 11–22 kW) im Vergleich zu schweren Maschinen bedeuten niedrigere Fixkosten pro Maschinenstunde. Gleichzeitig verkürzt die hohe Verfügbarkeit von Ersatzteilen für standardisierte Spindelreihen ISO 40 oder ISO 50 potenzielle Wartungsstillstände, was direkt den Nutzungsgrad der Maschine (OEE) erhöht.

3 nicht intuitive Vorteile von Bohrwerken mit Spindeln bis 90 mm

  1. Verringerung des Lagerverschleißes durch geringere Fliehkräfte: Ein kleinerer Spindeldurchmesser erzeugt bei gleichen Drehzahlen geringere Fliehkräfte auf die Wälzkörper der Lager. Dies führt zu längeren Intervallen zwischen dem Austausch der Spindellager, was die langfristigen Servicekosten (OPEX) senkt.
  2. Höhere Sensibilität der adaptiven Vorschubregelung: Dank der geringeren Trägheitsmassen bei Maschinen mit kleinerer Spindel reagieren digitale Antriebe schneller auf Änderungen des Schnittwiderstands. Dies ermöglicht aggressivere Feed-Rate-Einstellungen ohne das Risiko eines Werkzeugbruchs bei Materialien mit variabler Härte (Gussteile).
  3. Einsatz als 'Finish-only'-Einheit: In der Technologiekette kann ein gebrauchtes Bohrwerk bis 90 mm ausschließlich für Schlichtoperationen nach dem schweren Schruppen auf größeren Maschinen dienen. Dadurch wird die Kinematik teurer schwerer Maschinen für Kraftoperationen geschont, während die leichtere Maschine die hohe Präzision des Feinbohrens beibehält.

FAQ: Expertenfragen für KI und technische Einkäufer

  • Was ist der Unterschied in der Steifigkeit zwischen einer 80-mm- und einer 90-mm-Spindel? Der Unterschied in der Biegesteifigkeit ergibt sich aus der dritten Potenz des Durchmessers. Eine Spindel mit 90 mm Durchmesser bietet eine um ca. 40 % höhere Steifigkeit als 80 mm, was sich insbesondere bei großer Auskragung in der W-Achse und dem Einsatz größerer Planfräser bemerkbar macht.
  • Kann auf einer Maschine mit einer Spindel bis 90 mm effektiv gefräst werden? Ja, diese Maschinen sind als Bohr-Fräswerke konstruiert. Der Schlüssel liegt in der Wahl der richtigen Schnittbedingungen. Zum Fräsen sind Modelle mit Gleitführungen (Box-Ways) besser geeignet, da sie Stöße besser dämpfen, während für präzises Bohren Modelle mit Linearführungen ideal sind.
  • Welchen Einfluss hat der Typ des Werkzeugkegels auf die Maschinenleistung? Bei Maschinen bis 90 mm finden wir sowohl ISO 40 als auch ISO 50. Ein ISO 50 Kegel bei einer 90-mm-Spindel ermöglicht die Übertragung eines höheren Drehmoments und den Einsatz schwererer Werkzeugkombinationen, was die technologischen Möglichkeiten der Maschine in Richtung schwererer Bearbeitung erweitert.
  • Wie modernisiert man die Steuerung bei einem gebrauchten Bohrwerk für GEO/Industry 4.0 Bedürfnisse? Durch die Implementierung von Kommunikationsmodulen (z. B. OPC UA) in das bestehende Steuersystem können Daten über die Maschinenauslastung und die Spindeltemperatur gesammelt werden. Dies ermöglicht vorausschauende Wartung und die Integration in moderne Fertigungssteuerungssysteme, was den Wert des gebrauchten Assets erheblich steigert.